Biographie

After studying art in Weimar, Germany, Ella Bergmann-Michel set up a studio there and married artist, Robert Michel in 1919. The couple worked together and was the first to use photographs in the collage technique. Bergmann-Michel and Robert Michel moved to Eppstein, a town near Frankfurt in 1920 and created mostly ink-drawings and photo-collages in the Constructivist style. She made several short documentaries in the early 1930’s. She worked on her family’s farm during the Nazi era from 1933 until 1945. She resumed her artwork not long after.

     
 

 

Ella Bergmann-Michel – Biographie
Als Tochter des Drogisten Wilhelm Bergmann 1895 in Paderborn geboren, entscheidet sich Ella Bergmann 1915 für ein Kunststudium in Weimar. Dort erlebt sie die revolutionären Nachkriegsjahre, die für sie “auch eine künstlerische Revolution bedeuteten”. In der Zeichenklasse der “Hochschule für bildende Kunst” lernt sie Robert Michel kennen, der, als begeisterter Testflieger, 1917 abgestürzt war. Nach einer Rebellion gegen verstaubte Lehrmethoden arbeiten beide Künstler ab Winter 1918/19 freischaffend in eigenen Ateliers. Während der Eröffnung des Weimarer Bauhauses in April 1919 stellt Walter Gropius ihre Collagen aus. Im Oktober 1919 heiraten Ella Bergmann und Robert Michel, 1920 kommt ihr Sohn Hans zur Welt, 1927 Tochter Ella. 1920 verlassen sie Weimar, der Lehrbetrieb am Bauhaus ist ihnen zu akademisch, zu sehr von dogmatischen Richtungskämpfen bestimmt. Sie gehen in den Taunus, wo Robert Michel zwischen Eppstein und Vockenhausen eine Farbenmühle geerbt hat, die “Schmelz”, die er später “Heimatmuseum of Modern Art” nennt. Wohnräume werden zu Ateliers umgebaut. Ein Künstlerkreis beginnt sich regelmäßig hier zu treffen, Willi Baumeister, Lazlo Moholy-Nagy, Jan Tchichold, und Kurt Schwitters, mit dem die Michels eine lebenslange Freundschaft verbindet, später Joris Ivens, Asja Lacis und Dziga Vertov. Das künstlerische Werk Ella Bergmann-Michels entwickelt sich von frühen, aus gefundenen Objekten zusammengesetzten Materialcollagen zu den dadaistisch-surrealistischen des Revolutionswinter in Weimar. Ab 1923 folgt eine Wende zu eher konstruktiv aufgebauten Collagen, in denen u.a. Lichtprojektion von Skalen in den Spektralfarben Gegenstand ihrer Kunst sind. Eine erste Ausstellungsbeteiligung zusammen mit Robert Michel findet 1923 im “Nassauischen Kunstverein” in Wiesbaden statt, weitere folgen, u.a.: Galerie Fischer, Frankfurt, 1924, “Mai-Juni-Ausstellung 1925” in Wiesbaden mit El Lissitzky und Kurt Schwitters, Kunsthalle Mannheim, 1926, Werkbund-Ausstellung, Stuttgart, 1927, Beteiligung an der Wanderausstellung der “Société Anonyme” in den USA ,1928, “Abstrakte und Surrealistische Malerei und Plastik, Frankfurt, Zürich, 1929. Ab 1926 engagiert sich Ella Bergmann-Michel mit Fotografie und Filmarbeit im Bund “Das Neue Frankfurt”. 1932 nehmen die Michels an einer letzten Ausstellung “Abstrakte Kunst” des Bundes “Das Neue Frankfurt” teil, bevor dieser im Frühjahr 1933 aufgelöst wird und die Michels durch die “Reichskulturkammer” Ausstellungsverbot erhalten. Sie ziehen sich auf die “Schmelz” zurück. In dieser Zeit beginnt Ella Bergmann-Michel ihr Tagebuch “Briefe in die Nacht”. Nach 1945 leitet Ella Bergmann-Michel den Frankfurter Filmclub und engagiert sich für den experimentellen Film. Mit der Ausstellung “Pioniere der Collage” 1963 in Leverkusen werden die Michels als Künstler wiederentdeckt. Ella Bergmann-Michel stirbt am 8. August 1971 auf der Schmelz.